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Seehotel Plau am See
Seehotel Plau am See

Gemeinschaft mit der Altenpflegefamilie

Mit Gründung der Altenpflegefamilie Niebius wurde fachliche Pflege und Betreuung durch mehr Gemeinschaft seit 1982 in Herdecke neu definiert. Vor über 30 Jahren leisteten wir einen sehr frühen Beitrag in der Aktualisierung möglicher Gemeinschaftsbildungen. Die Initiative zur Gründung der Altenpflegefamilie ging 1982 von Frau Dr. jur.et.rer.pol. Margot Paazig aus. Sie war das erste Mitglied der Altenpflegefamilie und prägte diese nachhaltig. Noch heute gelten ihre Grundsätze. Ihren reichen Erfahrungsschatz in Sachen sozialer Arbeit und Aufbau von wohltätigen Einrichtungen brachte sie vehement ein. Nach dem Tode wurde ihr gesamtes Lebenswerk durch die Verleihung der Motheus Plakette gewürdigt.

Sich angenommen und dazugehörig fühlen können.
Sich angenommen und dazugehörig fühlen können

Gute Pflege und Betreuung braucht menschliche Gemeinschaft

Wir integrieren jüngere, alternde und pflegebedürftige Menschen hinein in ein kleines, überschaubares soziales System, zu dem sie ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln können, sprich: Familie (auch wenn es nicht die “eigene” ist). Monika u. Siegfried Niebius

In den westlichen Zivilisationen hat die Individualisierung für viele ein Extrem erreicht, das mit Vereinzelung bis Vereinsamung zum Teil leidvoll verbunden ist. Das Positive daran ist, dass wir dabei die traditionellen soziokulturellen Verstrickungen besser reflektieren und hoffentlich auch verändern können.

Um diese Veränderungen in einer sozialen und kulturellen Evolution auszuführen, brauchen wir wieder mehr Gemeinschaft – jetzt allerdings ganz bewusst und gewollt eingegangen. Der Mensch ist ein zutiefst soziales Gemeinschaftswesen – das ist die Erkenntnis, die am Tiefstpunkt der Individualisierung kommt.

Gemeinschaft ist eine sehr wichtige Ressource für Gesundheit und damit für Salutogenese. Gesundheitsentstehung durch Wohlbefinden. Theodor Dierk Petzold

Dazugehörigkeit ein gutes Gefühl für Gesundung
Dazugehörigkeit ein gutes Gefühl für Gesundung

Gemeinschaft gibt es überall und kann noch mehr überall entstehen und hergestellt werden. Gemeinschaft ist nicht auf religiöse Gemeinden, Sekten oder alternative Gemeinschaftsformen beschränkt. Gemeinschaft entsteht durch positive zwischenmenschliche Resonanz, durch aufbauende Beziehungen. Familien, Nachbarschaften und dörfliche Gemeinschaften bilden einen guten Rahmen, um mehr Gemeinschaft herzustellen. Dies geschieht durch intensivere z. T. neue Kommunikationsweisen.

Wir gehen davon aus, dass die Empfindung eines fehlenden Dazugehörigkeitsgefühls als negativ erlebten Sinnesreiz wahrgenommen wird. Als weitere Konsequenz kann es Fragen nach der Sinnhaftigkeit des eigenen Lebens auslösen, verbunden mit Emotionen der Angespanntheit, Furcht und Stress. Wir nehmen an, dass diese Vorgänge über entsprechende neuronale Mechanismen verfügen, den auch Schmerzen zurunde liegen.

Wir begegnen den Menschen in der Altenpflegefamilie mit Achtung, fördern und schützen ihre Selbstständigkeit und erschließen durch Fürsorge und Toleranz neue Chancen. Verbinden den “familiären” Anspruch mit der Organisation eines “internen” Betriebes, durch Einbindung von Mitarbeitern, die die Lebensfähigkeit des Hauses sichern, ohne die Privatatmosphäre zu zerstören.

Mit dieser Zielsetzung gewährleisten wir:

  • Großen Raum für Selbstbestimmung und psychosoziale Betreuung.
  • Qualitativ hohe Pflege und Betreuung ohne Zeitdruck, individuell organisiert.
  • Generationserlebnisse als Lebensbereicherung.
  • Vitalisierendes Beieinander von Jung und Alt.
  • Natürliche zwischenmenschliche Atmosphäre ohne Zwänge.
  • Reaktivierung beziehungsweise bremsen der geistigen Alterung.

Wirkunskraft.

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